Warum Biofeedback

Warum Biofeedback ?

Über Biofeedback gibt es unterschiedliche Meinungen und Berichte im Internet. Einige Personen berichten, dass es für sie nicht viel Wirkung gezeigt hat. Für andere dagegen hat es sich zweifelsohne als eine sehr hilfreiche Methode herausgestellt. Ich meine,  wie so oft kommt es auch hier darauf an, was individuell bevorzugt wird und tatsächlich hilft. Ich bin davon überzeugt, dass es auf jeden Fall einen Versuch wert ist. Auch ist wichtig vorab zu klären, ob Biofeedback zum Training oder zur Diagnostik verwendet wird. Ich arbeite in meiner Praxis schon seit Jahren mit Biofeedback und möchte Ihnen hier liebe Leser und Leserinnen einen kurzen und anschaulichen Überblick geben. 

Der AHA-EFFEKT !!!

Die Diagnostik ist für meine Klienten und Klientinnen oft sehr überraschend, viele erleben einen "AHA - Effekt". Dieser hängt damit zusammen, dass innere Prozesse plötzlich gesehen werden können. Hier stellt sich die Frage der Effektivität nicht, denn diagnostiziert wird z.B. wie hoch/niedrig das Stresserleben ist bzw. ob man eher ausgeglichen oder erregt ist. Es wird der Puls, die Fingertemperatur, der Hautleitwert und noch andere Parameter, wie Herzratenvariabilität gemessen und abgeleitet. Die Zusammenfassung der Parameter ergibt ein Gesamtbild, dieses führt dann oft zum AHA- Erlebnis. So höre ich z.B. oft die Aussage:" Ich hätte gar nicht gedacht, dass ich so gestresst bin, aber wenn ich so darüber nachdenke, dann stimmt das wirklich". Die Wahrnehmung darüber führt immer auch zu einer Bewusstwerdung und schließlich zum "In sich hineinspüren", genau das macht das Biofeedback unter anderem so spannend! Es ist ganz klar, dass eine Änderung nur stattfinden kann, wenn man sich selbst spürt und wahrnehmen kann. Wenn man selbst weiß, wie es einem geht und was gerade in einem los ist, wird man auch besser damit zurechtkommen - Biofeedback ist dabei eine sehr gute Unterstützung.

Biofeedback in der Praxis

Biofeedbackanalyse Gehard

Sagen wir, ich würde bei Ihnen eine Biofeedback Analyse durchführen und ich diagnostiziere bei Ihnen einen hohen Stresswert. Was wäre die Konsequenz? Wir würden zuallererst herausfinden wollen, ob Sie ihre körperliche Übererregung wahrnehmen können, was genau in ihrem Leben Stress verursacht und ob es Zeiten gibt, in denen auch Entspannung möglich ist. Als nächster Schritt könnte ein "Stresstest" mittels Biofeedback durchgeführt werden. Das ist natürlich nicht so schlimm, wie er sich vielleicht anhört.  Jedoch ist der Test diagnostisch sehr aufschlussreich, denn ich kann überprüfen, ob Sie bzw. Ihre körperlichen Reaktionen adäquat auf Stressreize bzw. An- und Entspannung reagieren können. In weiterer Folge kann ich herausfinden, ob der Stress chronisch geworden ist, d.h. ob Sie sich ständig gestresst fühlen, der Körper in ständiger Alarmbereitschaft ist.... man kann sozusagen aus der "Stressfalle" nicht mehr herausfinden. In der Folge können Depressionen oder andere psychische Erkrankungen und Belastungen entstehen. Wenn die Diagnostik soweit abgeschlossen ist, werden Sie mehr Kenntnis über Ihre Befindlichkeiten und inneren Prozesse haben. Das Training kann also beginnen!

Der Trainingseffekt

Biofeedbackauswertung Gehard

Biofeedbacktraining bietet ein Vielfaches an Möglichkeiten. Das was am Biofeedback spannend ist, ist die bildliche Darstellung des Trainingsverlaufes. Egal um welches spezifische Training es sich gerade handelt, es gibt immer sofortige Rückmeldung über den Erfolg oder Misserfolg des Trainings. 

Dieses schnelle Feedback hat einen Einfluss auf die Gehirnaktivität. Unser Gehirn ist lebenslang lernfähig und auf Effektivität ausgerichtet.  Auf das Biofeedbacktraining übertragen heißt das, dass das Gehirn lernt: "Wenn ich das oder jenes mache, dann gibt es die oder jene Änderungen." Das bewusste Sehen von Erfolg räumt den letzten Zweifel aus. Viele Komponenten zusammengenommen, bewirken ein effektiveres und schnelleres Lernen.

Beispiel Atemtraining

Biofeedback- Atemtraining Gehard

Im Atemtraining bekommen Sie von mir eine Art schmalen "Gummigürtel" um die Brust gelegt.  Ihr Atemmuster wird vom Computer aufgezeichnet und wird für Sie am Trainingsbildschirm sichtbar. Ich als Trainerin würde Ihnen nun die Aufgabe stellen nach einem bestimmten Muster zu Atmen. Sie können am Bildschirm parallel zu ihrer Atmung sehen, ob Sie das auch richtig machen. Meistens braucht es ein paar Trainingseinheiten bis die Atmung die richtige Tiefe und damit eine entspannende Wirkung hat. Denn dies ist das Ziel des Atemtrainings - zumindest in der Ruhephase. Sie lernen in sogenannten "Ruhezeiten" auch tatsächlich Ruhe in ihr Atemmuster zu bringen. Der Sinn ist Ihrem Körper zu signalisieren, dass er sich entspannen kann und nicht in Alarmbereitschaft zu sein braucht.... dadurch erlernen Sie unter anderem auch der "Stressfalle" zu entkommen. Wichtig dabei zu wissen ist, dass Einatmung aktiviert und Ausatmung beruhigt - beides zusammen erlaubt eine optimale Anpassung an unterschiedliche Situationen. Bei körperlicher Anstrengung gibt es ein anderes Atemmuster als in Ruhe. Probieren Sie mal aus, was mit der Atmung z.B. bei sportlicher Betätigung geschieht und wie sich der Atemrhythmus in Ruhe anfühlt. Wenn Sie kaum einen Unterschied bemerken, dann wird es Zeit für ein Atemtraining! Es braucht eine Tiefe und Ruhige Atmung um in den Ruhemodus zu kommen.

Leben ist Atmung!

Beispiel Migränebehandlung

Migränetraining Gehard

Im Migränetraining (sog. Vasokonstriktionstraining)  geht es darum  den Blutfluss bzw. die Pulskurve an der A. temporalis am Schläfenlappen zu verändern bzw. das Gefäß zu verengen. Man geht nämlich davon aus, dass eine Verkleinerung dieser Gefäße zur Reduzierung des Schmerzes beiträgt. Bei Migräne dehnt sich die Arterie übermäßig aus und es kommt so zum Schmerz - ganz vereinfacht erklärt.

Das Training beginnt damit, dass eine Elektrode an der Stirn, genauer gesagt an der Schläfe, befestigt wird. Am Computerbildschirm erscheint ein roter Kreis - dieser zeigt den Durchmesser der A. temporalis an. Je kleiner der Kreis ist/wird desto effektiver das Training. Um diese Verkleinerung zu bewirken, braucht es auch eine gute Vorstellungskraft. Man sollte sich etwas vorstellen, das mit verkleinern, zusammenziehen, enger werden etc. zu tun hat. Z.B. die Vorstellung: "Der Kreis wird kleiner", "Ich esse etwas saures".....Sie kennen sicher den Spruch/Gedanken:" Da zieht sich bei mir alles zusammen." Die Vorstellung bewirkt eine Veränderung in unserem Körper und wirkt sich auch im positivem Sinne auf Schmerz aus. 

Probieren Sie es aus!

Loge Mag. Gehard

Sprechen Sie mich an!

 

Vertraulichkeit und rasche Hilfe habe ich zu meinen Hauptaufgaben gemacht!

Jeder Mensch ist individuell und etwas besonderes und verdient eine respektvolle Behandlung! 

 

Mag. Sonja Gehard  

Klinische-, Gesundheits-

und Arbeitspsychologin

Schwarzstraße 43,

A-5020 Salzburg

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