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Selbstmitgefühl ein wichtiger Wegbegleiter

Selbstmitgefühl ein wichtiger Wegbegleiter

Ich möchte mit einem Buddha-Zitat beginnen: „...und wenn du die ganze Welt absuchst, du wirst niemanden finden, der dein Mitgefühl und deine Liebe mehr verdient als du selbst!“ 

Unter Selbstmitgefühl kann man also eine warme, verstehende und akzeptierende Haltung sich selbst gegenüber verstehen, die eine bedingungslose Akzeptanz und einen liebevollen Umgang mit der eigenen Person meint. Dies trifft besonders dann zu, wenn es um Dinge geht, die man an der eigenen Person oder am eigenen Leben nicht mag. Besonderes Augenmerk richtet sich daher darauf unsere Schwächen und Unvollkommenheiten zu akzeptieren und liebevoll anzunehmen.  Mitgefühl anderen gegenüber zu zeigen fällt uns in der Regel ja leicht. Doch wie steht es mit  Mitgefühl uns selber gegenüber? Häufig vergessen wir auf uns selbst oder noch schlimmer, wir behandeln uns selbst viel schlechter als wir es anderen Menschen gegenüber tun. Das besonders dann, wenn es uns nicht gut geht und wir doch eigentlich Trost und Zuspruch bräuchten. Was uns bei Freunden gut gelingt, scheint bei uns selbst sehr schwierig zu sein. Wir zeigen kaum Verständnis für unser eigenes Leid. 

 

Warum fällt es uns so schwer mitfühlend uns selbst gegenüber zu sein?

 

Ich denke, es gibt dafür sehr unterschiedliche Gründe. Ein Grund ist sicher der, dass wir mit unseren Schwächen und der eigenen Unvollkommenheit generell nur sehr schlecht zurechtkommen. Wir wollen funktionieren und wir wollen in jeder Lebenslage stark sein und möchten unangenehme Gefühle so gut es geht vermeiden. Zudem haben wir oft den Eindruck, dass wenn wir unsere Unvollkommenheit oder unsere Schwäche annehmen, dies einer Resignation gleichkommt. So als würden wir dann unseren Unzulänglichkeiten Tür und Tor öffnen und sozusagen in unseren Schwächen gefangen sein. 

Doch gerade das Gegenteil ist der Fall! Unsere Schwächen und Unvollkommenheiten verlieren an Kraft, sobald wir es schaffen ihnen gegenüber zu treten und uns so anzunehmen wie wir sind – egal, ob wir im Moment gerade traurig sind, uns einsam fühlen oder mit uns selbst uneins sind. Wir verlieren dadurch die Angst vor unseren eigenen Schwächen und Unvollkommenheiten und können die damit verbundenen Gefühle besser zulassen und akzeptieren. Selbstakzeptanz führt zudem dazu, dass die Scham und die Selbstverurteilung sinken und unser Selbstbewusstsein steigt. Eine verständnisvolle und liebevolle Zuwendung zum eigenen Leid und die Fähigkeit sich selbst trösten zu können, lässt uns unsere Emotionen regulieren und unsere unangenehmen Gefühle verlieren an Intensität. Besonders hilfreich dabei ist sich ins Bewusstsein zu rufen, dass ja auch andere Menschen Fehler machen und deshalb genauso unvollkommen sind wie wir selbst. 

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Mag. Sonja Gehard  

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